Gudrun Kropp

Münzstraße 41
86956 Schongau
t: +49(0)8861-690 42 62
m: +49(0)177 19 42 076
gudrun.kropp@t-online.de
gudrun-kropp.de
 

Honorare

Je nach Absprache/Einrichtung und Veranstaltung

Lebenslauf

Geb. 1955 in Heidenau/Norddeutschland-Niedersachsen.
1997 mit dem Schreiben von Gedichten zu Naturfotos/Geschichten und zunehmend gesellschaftskritischen Sachtexten begonnen.
Vor der eigenen Gründung einer Familie war ich in der Kinder- und Jugendarbeit tätig und nach meiner kaufmännischen Ausbildung Anfang 2007-2008 habe ich mich in mehreren Berufsfeldern ausprobiert, u. a. in der Gesundheits- und Krankenpflege und als Bürokraft in einem Pressebüro. Anfang 2007-2008 absolvierte ich eine Ausbildung/Lehrgang zur psychologischen Beraterin.
Das Schreiben faszinierte mich zunehmend. Bei all meinen Ausarbeitungen ist und war es mir schon immer wichtig, allen Dingen auf den Grund zu gehen.

Mein Lebensmotto "Den eigenen Weg zu gehen erfordert den größten Mut!"
(aus Disney-Film "Mulan")

Veröffentlichungen:
Im Jahr 2000 drei Gedichte- und Gebete/Meditationsband-Veröffentlichungen (Carmen-Verlag)
mit Schwerpunkt Selbstliebe,
Selbstfindung/Wertebildung als Frau in Kirche und Gesellschaft,
Thema Gewalt an Kindern,
Aufbau (m)eines Selbstbewusstseins mit kritischer Hinterfragung des bisherigen Gottesbildes.,
Aufbau des Selbst eines Kindes,
Partner-Beziehung, Geburt und Betrachtungen der Natur.

2001 "Hat die Sonne ein Gesicht?" (Kinderbilderbuch, ab 3 J.) im Kidemus Verlag, Köln
Nähere Informationen siehe Download!

2005 "Der empfindsame Weihnachtsbaum" Ungewöhnliche Geschichten, Gedichte und Gedanken zur Advents- und Weihnachtszeit (für Kinder und Erwachsene).
Softcover/Paperback € 9, 60 (ISBN 3-935477-04-X)
Hardcover € 14,60 (ISBN 3-935477-03-1)

2006 "Lass dich fallen ins Leben" (Aphorismen, Sinnsprüche und Gedichte), Carmen-Verlag

Regelmäßige Gedichte- und Aphorismen-Veröffentlichungen in diversen Geschenkbuchverlagen,
Frauen- und anderen Zeitschriften und auf Internetseiten.
Seit 2007 journalistisch/redaktionell tätig mit wöchentlicher Kolumne.

Die Bücher der Autorin können bezogen werden:
Carmen-Verlag, Gudrun Kropp
Münzstraße 41
86956 Schongau
Tel./Fax: 08861-690 42 62/64


Interview

Was bedeutet für Sie Lesen?
Alles um mich herum vergessen. In eine andere Welt eintauchen, der ich durch meine eigene Fantasie Bilder geben kann. Lesen bedeutet für mich reisen an andere Orte und in die Herzen von Menschen, die ich in der Realität nie kennenlernen werde.

Was bedeutet für Sie Schreiben?
Schreiben bedeutet für mich ebenso wie Lesen, das Reisen an andere Orte/in andere Welten und das in Worte zu fassen, was auch andere Menschen denken, fühlen und mit dem sie sich identifizieren können. Zusammenhänge aufzeigen, auf Missstände aufmerksam machen, wach rütteln, aber auch hin und wieder locker aus dem berühmten Nähkästchen plaudern, humorvolle und leichte Unterhaltung anbieten.

Warum schreiben Sie gerade für Kinder und Jugendliche?
Sie möchten mit einem möglichst spannenden oder witzigen Buch gut unterhalten werden und nicht nur Wissenswertes vermittelt bekommen. Sie sind unvoreingenommen, offen für das Leben und haben noch ein Gespür dafür, was in ihrem Umfeld geschieht. Ihre Wahrnehmung ist oft stärker, als die der Erwachsenen. Sie sind noch nicht fertig mit der Welt und suchen Antworten auf ihre Fragen. Auf der anderen Seite sind Kinder und Jugendliche sehr schnell beeinfluss- und manipulierbar. Ich habe selbst fünf Kinder und noch einige Kinder- und Jugendbuchmanuskripte in Arbeit. 

Wie wichtig ist Ihnen beim Schreiben der Adressat? 
Sehr wichtig, weil ich mich so besser in die Leser, für die die Thematik gedacht ist, hineinversetzen kann.

Gibt es Themen, die Sie nicht loslassen, die Sie schon öfters in Ihren Texten angegangen sind?
Ja, das Thema Stellenwert der Frau in unserer Gesellschaft und der bewusste Aufbau von Selbstliebe, auch bei Kindern und Jugendlichen. Und die Bedeutung des Einzelnen, des Individuums, aus das sich das globale Bewusstsein erst zusammensetzt und worüber sich schon Hermann Hesse Gedanken gemacht hat.

Meinen Sie, dass Geschichten die Wirklichkeit beeinflussen und ändern können?
Wenn sie gut verpackt sind, schon. Das ist ja die Kunst und die große Herausforderung des Schriftstellers und Autoren, eine spannende und gute Geschichte zu schreiben, ohne dass sie aufgesetzt und neunmalklug rüber kommt. Die Botschaft muss meiner Meinung nach zwischen den Zeilen zu lesen sein.

Wie fühlen Sie sich, wenn Sie an einem neuen Buch arbeiten?
Durchaus beflügelt, mein Bestes zu geben. Der Gedanke daran, einen geeigneten Verlag für mein Buch zu finden, ist wieder eine ganz andere Sache. Aber ich denke, wenn die Zeit reif ist, wird sich der richtige Verlag finden. Dumm wäre nur, wenn der Autor, der sein Manuskript an seine Leser bringen will, zwischenzeitlich "überreif" und zum Fallobst wird.

Welchen Stellenwert hat Humor für Sie?
Der gerade zuletzt geschriebene Satz in der vorherigen Rubrik zeigt, dass Humor-haben und im Alltag zeigen, für mich einen äußerst hohen Stellenwert hat. Ohne Humor wäre das Leben für mich total farblos oder wie ein Essen ohne Gewürz. Ja, Humor ist die Würze des Lebens, auch wenn einem in unserer verrückten, gefühllos gewordenen und nur noch auf die Wirtschaft ausgerichtete Gesellschaft manchmal der Humor im Halse stecken bleibt.

Wären Sie nicht Autorin, welcher Beruf wäre für Sie vorstellbar?
Psychologin, Philosophin oder Neuro-Wissenschaftlerin.

      

Leseprobe

"Wo leben die Engel eigentlich?" will Felix, als er wieder zu  Hause ist, von seiner Mutter wissen.

"Ich glaube, sie leben nicht nur an einem Ort. Sie können überall sein. Auch hier bei uns, bei dir. Auf jeden Fall sind sie im Herzen der Menschen anzutreffen." antwortet die Mutter ihm.

"Und warum sind die Menschen trotzdem manchmal böse?" fragt er zurück.

"Das liegt daran, dass manche Menschen den Engeln die Tür zu ihrem Herzen nicht öffnen

und sie lieber ihren eigenen Gedanken folgen."

Damit ist Felix zufrieden. Er sieht aus dem Fenster und schaut in die dunkle Nacht. Vielleicht ist da draußen doch noch etwas zu erkennen. Doch nirgendwo erblickt er den Engel, der ihm geholfen hatte, sein Kuscheltier wiederzubekommen.

Der Engel Schneeweiß hatte sich inzwischen unbemerkt davon gemacht um zu seinen Freunden ins Himmelshäuschen zurückzukehren. Auf dem Weg dorthin begegnet ihm Himmelsblau in einer Wolke und er ruft Schneeweiß zu, dass er gerade einen Auftrag bekommen hat.

Vor einer Diskothek sind zwei Jugendliche in einen Streit geraten. Er muss sie beruhigen und notfalls eingreifen, erklärt er seinem Freund, der ihm Mut für diese Aufgabe zuspricht.

Himmelsblau muss sich beeilen. Als er am Ort des Geschehens ankommt, erkennt er sofort was zu tun ist und schwebt eine Weile unbemerkt als Wolke über den Streithähnen und beobachtet die Jugendlichen.

Sie schlagen mit den Fäusten aufeinander ein und treten wütend mit ihren Füßen nach dem anderen. Da fällt auch schon einer der Jungen auf den Boden. Der ältere der beiden, will gerade zum Schlag gegen den Jüngeren ausholen, als er plötzlich eine Kraft spürt, die seinen Arm zurückhält. Erschrocken schaut er sich um, ob da jemand hinter ihm steht. Er kann keinen sehen, der stärker ist als er. Verständnislos schüttelt er den Kopf und reicht seinem Freund die Hand. Sie sehen sich an und müssen über die komische Situation lachen.

Himmelsblau muss nun auch lachen, denn er hatte seine ganzen Kräfte durch die Wolke geschickt, um den Schlag des älteren Jungen aufzuhalten.

Als sich Himmelsblau auf den Heimweg zu seinen Freunden macht, trifft der Engel eine alte Frau, die einsam auf einer Bank vor dem Altenheim sitzt und in die Wolken blickt, so als würde ihr von dort Hilfe kommen. Von ihren beiden erwachsenen Kindern bekommt sie schon seit Wochen keinen Besuch mehr. Viele Stunden verbringt sie jeden Tag, Jahr für Jahr, allein auf dieser Bank. Sie hat weder einen Menschen mit dem sie reden, noch jemanden der ihr zuhören könnte.

Im Winter, wenn es kalt ist, zieht sie sich ihren warmen Mantel und ihre Stiefel an und nimmt ihr flauschiges Sitzkissen mit, um sich nicht zu erkälten. Sie kann und will nicht in ihrem Zimmer des Altenwohnheims bleiben … die Geschichte geht weiter ...

aus der Geschichte: "Das Himmelshäuschen" Buchtitel: Der empfindsame Weihnachtsbaum (Ungewöhnliche Geschichten, Gedichte & Gedanken zur Advents- und Weihnachtszeit), Carmen-Verlag, 2005 ISBN 3-935477-04-X

 

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