Walter Thorwartl

Schulstraße 355
8962 Gröbming
t: +43(0)3685 / 23112
f: +43(0)3685 / 23112
walter.thorwartl@utanet.at
 

Lebenslauf

Geboren 1947 in Gröbming (Steiermark)
War Lehrer in Wien, im Burgenland und in der Steiermark (Gröbming)
Walter Thorwartl lebt mit seiner Frau in Gröbming.
1989 Kinder- und Jugendbuchpreis des Landesjugendreferates in der Steiermark für "Im Schatten des Mullach"
Andersentag Buch 2006: "Das Rätsel des Knochenjägers"
Andersentag Buch 2008: "Engelraub"
Schreibt Satiren, Theaterstücke und Fantasy-Romane
Arbeitet als Regisseur im außerberuflichen Theater (Kinder- und Erwachsenentheater)
Regisseur bei Paula Groggers "Die Hochzeit" (Festspielgemeinde Öblarn 2012)
Liebste "Nebenbeschäftigung": Malerei

Honorare

€ 210,- pro Leseeinheit
€ 180,- pro Einheit einer Lesewerkstatt
Fahrt- und Übernachtungsspesen

Interview

Was bedeutet LESEN für dich?

Lesen ist für mich ein fortwährendes Nachhausekommen.

Was bedeutet SCHREIBEN für dich?

Schreiben bedeutet für mich eine Entdeckungsreise in mich selber (Ich wollte als Kind immer Forscher werden.), den Blick hinter den nächsten Hügel, eine Bewältigung von Fernweh, Heimweh, eine abenteuerliche Reise ins Unbekannte, viel Mühe am Anfang, viel freudige Hektik zum Schluss.

Wie wichtig ist dir beim Schreiben der Adressat (der unbekannte Leser)?

Ich bin auf die Vorstellungsverwandtschaft mit dem unbekannten Leser gespannt. In erster Linie schreibe ich nur für mich selber.

Gibt es Themen, die dich nicht loslassen, die du schon öfters in deinen Texten angegangen bist?

Ich umkreise beim Schreiben - wie ein Kater den Schinken, der für ihn gerade nicht erreichbar ist - zumeist fantastische Themen und warte - wie ein Kater vor dem Mausloch, dass aus meinen Vorstellungen, meinen Träumen etwas Neues hervor schaut.

Meinst du, dass Geschichten die Wirklichkeit beeinflussen und ändern können?

Geschichten können Menschen vielleicht wirklich beeinflussen - daher das schlechte Gewissen, warum ich nicht nur solche Bücher schreibe wie "Merlins Weg" - in Summe sind sie vielleicht nur Kommentare zur Wirklichkeit, Reaktionen auf die Wirklichkeit (was immer Wirklichkeit bedeutet).

Wie fühlst du dich, während du an einem neuen Buch arbeitest?

Wenn ich an einem neuen Buch arbeite, bin ich oft über meine Laxheit verärgert. Habe ich wenig Zeit, geht viel voran, und ich fühle mich ausgefüllt und gut. Habe ich viel Zeit, schiebe ich mühsame Schritte, die ich in einem Buch gehen muss, weg von mir. Wie schon erwähnt ist der Abschluss eines Buches, das heißt, wenn ich weiß, wohin ich will, am schönsten. Dann könnte ich nur mehr schreiben, der Tagesablauf gerät durcheinander. Da bin ich meiner Frau, die das geduldig mitträgt, sehr dankbar.

Wärst du nicht Autor, welcher Beruf wäre für dich vorstellbar?

Ich war gern Lehrer. Als Kind wollte ich (wie schon erwähnt) Forscher werden. Manchmal wäre ich gerne Geschichtenerzähler in Irland oder Maler irgendwo in Südeuropa.

Warum schreibst du gerade für Kinder und Jugendliche?

Es ist die beste Möglichkeit, den Erinnerungsschatz aus der Kinderzeit zu heben. Ich darf, ich muss klar denken und schreiben, ich darf, ich kann (hoffentlich) jung bleiben. Als Lehrer bin ich oft verblüfft, wie nah, wie fern mein Zielpublikum von meinen Zielvorstellungen ist.

Welchen Stellenwert hat Humor für dich?

Humorvoll zu schreiben ist sehr schwer. Am besten gelingt mir das noch aus einer Situationskomik heraus. Wortwitz allein ist für mich zu wenig.

Leseprobe

"Der Rauch senkte sich und gab einen Tierschädel frei. Es war das Haupt einer ungeheueren gehörnten Kröte mit klaffendem Maul und furchtbaren Reißzähnen. Der riesige Molchkopf starrte Michael aus seinen roten Glotzaugen an. Es war ein Blick voll uralter Bösartigkeit. Das Ungeheuer schloss den Rachen und schnob durch die breiten Nasenöffnungen am Ende seines Rüssels. Dieser Rüssel, ein unnatürlicher, ekelhafter Fortsatz, blies Michael fauligen, süßlichen Atem ins Gesicht. Es stank nach Verwesung, wie wenn etwas ausgegraben worden wäre, das man besser in der Erde gelassen hätte. Die vorquellenden Augen starrten ihn voll heimtückischer Lust an, die Zähne knirschten in der Vorfreude zu packen und zu zerreißen!
Der schwarze Rauch sank tiefer und gab eine muskulöse Männerbrust
frei. Ein Halsband aus Metall umschloss die Verbindung zwischen Tierschädel und menschlichem Oberkörper. aus der linken Schulter wuchs ein kraftvoller Männerarm, der rechte fehlte. Die grünlich schimmernden Muskel troffen vor Schweiß, die Menschenhand öffnete und schloss sich wieder! Das Ungeheuer stand unter großer Anspannung, es bereitete sich auf den zerqualmenden Angriff vor!"

(aus: Das Skelett im Efeu, Dachs Verlag, Wien, 1995, S. 101)

Werkliste
 

Im Schatten des Mullach

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Der Luchsfelsen

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Gilberts Vermächtnis. Ein Gruselkrimi

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Das Skelett im Efeu. ( Ab 12 J.)

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Feuermann und Waasensteffel. Eine Feriengeschichte. ( Ab 8 J.)

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Der Kampf um den Dachsstadel

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Die Nacht der Hulla

ab 9 Jahre

Keltenschatz und Geisterjäger

ab 9 Jahre

Gefährliche Freundschaften

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Merlins Weg

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Das Rätsel des Knochenjägers

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