Interview
Was bedeutet für Sie LESEN?
Lesen bedeutet für mich die Welt vom Lehnstuhl aus "er-fahren"; mit Leuten und
Dingen ins Gespräch kommen; nicht um die eigene Person kreisen, sondern sich offen
halten; Spaß haben.
Was bedeutet für Sie SCHREIBEN?
Schreiben bedeutet für mich: Mir selbst und anderen gute Laune, Trost und
Ermunterung zu vermitteln; hineinhorchen - in uns und in die Dinge rundherum;
rausholen, was "drinnen" ist. Und noch vieles andere mehr...
Warum schreiben Sie gerade für Kinder und Jugendliche?
Ich schreibe ÜBER Kinder, junge Leute und Erwachsene.
Wie wichtig ist Ihnen beim Schreiben der/die Adressat/in (der/die unbekannte
Leser/in)?
Ich möchte, dass sich mein Publikum beim Zuhören und Lesen in meinen Geschichten
findet, auf irgendeiner Ebene, mit Freuden, Sorgen und der eigenen
Nachdenklichkeit.
Gibt es Themen, die Sie nicht loslassen, die Sie schon öfters in Ihren Texten
angegangen sind?
Manche Themen lassen mich nicht los: Miteinander auskommen können; Dinge, die man
nicht ändern kann, aushalten können; ins Gespräch mit der Gottheit kommen (Deshalb
auch so viele Erstkommunionsgeschichten!).
Meinen Sie, dass Geschichten die Wirklichkeit beeinflussen und ändern können?
Ich glaube nicht, dass Geschichten die Wirklichkeit besonders beeinflussen oder gar
ändern können; aber vielleicht ermuntern sie manche Leserinnen und Leser, sich die
Wirklichkeit näher anzuschauen und intensiver mit ihr umzugehen!
Wie fühlen Sie sich, während Sie an einem neuen Buch arbeiten?
Wie ich mich fühle bei der Arbeit an einem neuen Buch? Von "Danke,
quietschvergnügt" bis "Danke, geht schon...".
Welchen Stellenwert hat Humor für Sie?
Humor ist für mich ein Lebens-Mittel; er versteckt sich gern in ernsthaften Dingen.
Wären Sie nicht Autorin, welcher Beruf wäre für Sie vorstellbar?
Andere Berufe? Köchin, Regisseurin, Gärtnerin...