Aufgeblättert
Wer zu lesen versteht, besitzt den Schlüssel zu großen Taten, zu unerträumten
Möglichkeiten.
Aldous Huxley
1976 in Hartberg geboren, Ausbildung an der Pädagogischen Akademie in Graz,
studierte Englisch, Geschichte und Integration, Lehramt. Sie lebt mit ihrem Mann
und ihren beiden Kindern in der Oststeiermark. Unter anderem bietet sie für das
Projekt Lesefit des Buchklubs Workshops für LehrerInnen an (Lesemotivation
Ratekrimi).
Ihr Ziel ist es, mit ihren Geschichten jungen Menschen das Lesen schmackhaft zu
machen. Seit 2003 finden im KinderliteraturHaus Wien ihre Veranstaltungen "Dem
Verbrechen auf der Spur" statt. Kinder und Jugendliche können ihre detektivischen
Fähigkeiten und ihre Lesefertigkeit beweisen.
2007 Auszeichnung (2. Platz) "Buchliebling" für "Die Männer aus dem Moor"
Interaktive Lesung "Inspektor Schnüffel ermittelt"
Bei dieser Lesung ist euer detektivischer Spürsinn gefragt. Karin Ammerer liest aus
ihren Büchern und ihr findet heraus, wie ein Frosch einen Lügner entlarvt, warum
Berta Bank-überfall gar nicht so unschuldig ist wie sie tut und vieles mehr.
Echte Meisterdetektive knacken eine geheime Nachricht, enttarnen das Phantom und
beobachten ganz genau. Dabei ist Teamarbeit gefragt, denn die Klasse mit den besten
Detektiven wird ausgezeichnet.
1 UE, 1. Klasse VS - 2. Klasse (A)HS (max. 4 Klassen): 130,00 € pro Lesung.
Min. 2 Buchungen pro Tag.
Workshop "Dem Verbrechen auf der Spur"
In Kleingruppen ermittelt ihr und müsst nicht nur genau beobachten, sondern auch
scharf nachdenken. Die Aufgaben, die Inspektor Schnüffel stellt, sind alles andere
als leicht zu lösen.
Findet heraus, was Eva Einzelhaft ihrem Komplizen schreibt, welcher Ganove gesucht
wird und welcher Verbrecher einen verräterischen Fingerabdruck hinterlassen
hat.
Die erfolgreichen Meisterdetektive werden natürlich ausgezeichnet!
Das Programm wird an die jeweilige Altersgruppe angepasst.
Wahlweise auch mit Schreibwerkstatt (ab 2. (A)HS).
2 UE, 3. Klasse VS - 4. Klasse (A)HS (max. 2 Klassen): 180,00 € für den ersten
Workshop,
Min. 2 Buchungen pro Tag.
Veranstaltungskalender siehe Ordner "Lesen und verstehen"!
Lesen erinnert mich an Weihnachten. Wenn das Christkind heimlich alles vorbereitete und mein Vater versuchte, meinen Bruder und mich mit Bilderbüchern abzulenken. Später verkroch ich mich unter der Bettdecke und las stundenlang - oft mit Taschenlampe, damit alle glauben, ich schlafe schon. Und heute sind Bücher gute Freunde. Freunde, die mir andere Welten zeigen, die mich auf Abenteuer mitnehmen, ich trösten, aufmuntern oder zum Lachen bringen. Lesen begleitet mich also schon durch mein ganzes Leben.
Schreiben war und ist mir sehr wichtig. Ich schreibe lieber als ich rede. Meine Gefühle drücke ich lieber durch einen Brief aus, als in einem "Geständnis". Manchmal schreibe ich mir auch etwas von der Seele.
Keine einfache Frage. Darüber habe ich nie wirklich nachgedacht. Als Hauptschullehrerin liegt es wohl einfach auf der Hand und es passt zu mir. Kinder sind unsere Zukunft und Kinder sind das ehrlichste Publikum, das man sich nur wünschen kann.
Es ist merkwürdig, aber ich schreibe wirklich so, als würden meine Leser direkt vor mir sitzen. Ich stelle sie mir vor und sie sind ein wichtiger Teil, um ein Buch zu schreiben. Ich habe auch "Testleser". Keine Geschichte kommt an den Verlag, wenn ich nicht zuvor das OK von "meinen" Kindern erhalten habe.
Es gibt schon Themen, die mich immer wieder beschäftigen, doch in meinen Büchern geht es vor allem um Ratekrimis, also Verbrechen. Ich möchte aber durch meine Bücher mithelfen, ein Bewusstsein für Gut und Böse zu entwickeln. Am Ende wird der Böse überführt und das Gute siegt. Natürlich ist das im richtigen Leben nicht immer so, aber Kinder sollen lernen, dass Verbrechen sich einfach nicht auszahlen.
Das denke ich schon, denn sonst hätte es in der Geschichte nicht Buchverbrennungen gegeben bzw. Verbote gegen bestimmte Bücher. Auch mir haben Bücher schon geholfen, meine Wirklichkeit aus einer anderen Perspektive zu sehen.
Begeistert und voller Elan. Manchmal auch erschöpft, aber auf alle Fälle übersehe ich die Zeit, wenn ich ein Buch schreibe.
Es ist wunderschön, aus ganzem Herzen zu lachen.
Ich bin Lehrerin, allerdings ohne Anstellung. Ein Beruf mit Kindern ist für mich sehr wichtig!
"Lenz und Schnüffel bezogen ein Zimmer, denn der Fall war nur im Hotel selbst zu
lösen.
'Dem Ritter möchte ich lieber nicht begegnen!', meinte der Inspektor, während er
den Koffer auspackte.
'Ich bin sicher, es gibt wie immer eine ganz logische Erklärung!', entgegnete sein
Kollege.
Langsam wurde es draußen dunkel, Lenz und Schnüffel richteten sich auf eine lange
Nacht ein und warteten in ihrem Zimmer.
Im Schloss war alles ruhig. die Gäste waren abgereist und die Angestellten hatten
sich ebenfalls zurückgezogen.
'Was war das?', flüsterte Schnüffel, der dem Kommissar gegenüber auf einem Sessel
saß. 'Haben Sie das auch gehört, Lenz?'
'Es geht los!', antwortete der Kommissar.
Die beiden schlichen aus dem Zimmer. Wieder vernahmen sie das Geräusch, diesmal
etwas lauter.
'Da sind doch Ketten, oder?', hauchte Schnüffel.
Lenz nickte.
Sie folgten dem Klirren bis zu einer Tür. Schnüffel öffnete sie vorsichtig und
spähte in den Raum. 'Nichts, soweit ich etwas sehen kann', stellte er verwundert
fest.
Ein unheimlicher Schrei durchbrach die Stille. Er kam vom anderen Ende des Ganges.
In der Dunkelheit hasteten die beiden Detektive so schnell sie konnten den Flur
zurück. Doch wieder fanden sie nur einen leeren Raum vor.
'Da hält uns jemand zum Narren!', flüsterte Lenz.
'Verlassen Sie mein Schloss!', hallte eine gruselige Stimme. Schritte
ertönten."
(aus: Die Männer aus dem Moor und 22 gruselige Ratekrimis mit Inspektor Schnüffel,
G & G BuchvertriebsgesellschaftmbH, Wien, 2005, Seite 15)