Dr. Roswitha Jenner

Goglerfeldgasse 19
4040 Linz
t: +43(0)664 / 1502055
f: +43(0)732 / 750409
roswitha.jenner@gmail.com
 

Honorare

Interaktive, multimediale Lesungen -
pro Einheit € 165,- VS
€ 180,- - €200,- NMS/GYM
Lesefeste: € 200,- - 220,-
2. Lesung reduziert
öffentliche Lesung nach Vereinbarung
Schreibwerkstätte auf Anfrage
Fahrt- und Übernachtungsspesen

Lebenslauf

Roswitha Jenner, die unter dem Pseudonym SITA R. de Jenner schreibt,
wurde in Aigen/Schlägl OÖ geboren.
Studium der Anglistik und Geografie an der Universität in Salzburg (Mag. Dr. phil.)
Förderungspreis für Wissenschaft Land OÖ
Mehrere Jahre AHS Professorin Linz
Geburt der Zwillingstöchter
1987 -1993 Auslandsaufenthalt mit Familie in Mexiko City
Literarische Beeinflussung durch den Magischen Realismus
Sprachkursleitung In- und Ausland
2001 GLÜCK FÄLLT NICHT VOM HIMMEL: Exposé TV Film, Drehbuchforum Wien und ORF
Diverse Arbeitstitel zu TV Exposés ORF, Wien
Projekte für Theater des Kindes Theater Linz
2002 HANDYKING: Kindertheaterstück, Linz
Dezember 2005 Debutroman HANDYBERG
Seit 2007 Aufnahme im österreichischen Autoren-Pool Leseservice-Center, Graz und Lesungen auf fast allen österreichischen Buchmessen, -wochen und Lesefesten.

Lebt als freie Schriftstellerin in Linz.

4. Teilnahme 2013: Buchfestival KIJUBU St. Pölten www.kijubu.at
Lesung niederösterreichische Landesbuchwoche: Baden, Tulln: 2008,
Wiener Neustadt: 2008, 2013

Kam mit dem Roman LILA VILLA VOLL SOMBREROS in die Endrunde des  Kinder- und Jugendliteraturpreises 2008 der Steiermark.

PROJEKTE:
Oma Anna hat das Geld im Bein: Ex-DDR Kindheitserinnerung
Jack im Bild
Urlaub im Keller. Na und?: ab 7 Jahre
Parfum für Kids, ab 9 Jahre

Interview

Was bedeutet für Sie LESEN?

Lesen ist für mich eine Quelle für Glückselemente - Lesen bringt mich richtig in "Leseflow". Bücher ermöglichen es mir, in literarische Welten einzutauchen und total darin zu versinken. Und das schon seit meiner Kindheit. Du geh lesen!, hörte ich oft, wenn ich im Haushalt helfen wollte. Das VORlesen vor jungem Publikum und Leseratten wie mir bedeutet mir seit einigen Jahren allerdings mindestens genau soviel wie das Lesen.

Was bedeutet für Sie SCHREIBEN?

Schreiben ist für mich eigentlich noch beglückender als Lesen: Obwohl ich erst spät damit begonnen habe, war die Freude an der Sprache schon immer in mir, und mittlerweile kann ich mir ein Leben ohne Schreiben gar nicht mehr vorstellen. Für Kinder niederschreiben, was sich vor allem während meines Lebens in Mexiko an Bildern, Eindrücken und Emotionen in meinem Kopf angesammelt hat, ist mittlerweile Teil meines Lebens. Schreiben ist für mich ein vielseitiger Prozess: Von den ersten zaghaften Schritten eines neuen Textes, dieser Aufregung des Anfangs ausgehend, entwickelt sich nach und nach ein Textgerüst, das ich mit Sprachspielen, Magie und Märchen, Legenden und Skurrilem ausbaue. Natürlich ist Schreiben nicht nur Lust- und Sucht -; sondern auch harte Arbeit: Aber wie erfüllend ist das Glücksgefühl, wenn das vollendete Werk von den jungen Lesern angenommen wird und sie begeistert meinen Lesungen lauschen.

Warum schreiben Sie gerade für Kinder und Jugendliche?

Ich liebe es, für dieses ehrliche Publikum zu arbeiten, seine Offenheit und direkten Reaktionen. Bei Kindern und Jugendlichen merkt man schnell, ob sie sich beim (Vor-)Lesen langweilen oder ihnen ein Buch gefällt und sie sich von ihm begeistern lassen. Jede Lesung ist wieder eine Herausforderung, die Kinder von meinen Büchern zu überzeugen - diese Arbeit liebe ich. Ich glaube auch deshalb, meine Zielgruppe gefunden zu haben, da ich mich bereits während des Schreibens recht gut in meine Leser "hineindenken" kann. Einen kindlichen Blick auf die Dinge habe ich mir bis heute bewahrt.

Wie wichtig ist Ihnen beim Schreiben der Adressat (der unbekannte Leser)?

Ich nehme die Sorgen und Probleme der Kinder ernst, beschäftige mich auch viel mit Kinderpsychologie und versuche ich meinen Büchern stets aus der Sicht eines Kindes zu schreiben - was mir leicht fällt, da ich mir, wie gesagt, einen kindlichen Blick bewahrt habe. Wenn ein unbekannter Leser beispielsweise nach einer Lesung zu einem Bekannten wird, ist das jedes Mal wieder ein sehr erfreuliches Gefühl.

Gibt es Themen, die Sie nicht loslassen, die Sie schon öfters in Ihren Texten angegangen sind?

Der Blick in fremde und fantastische Welten mit allen Schönheiten und Problemen fasziniert mich - vermutlich aus dem Grund, weil ich mich selbst vor Jahren in einer fremden Welt zurechtfinden musste. Kinder müssen sich auch oft in Welten orientieren, die ihnen fremd erscheinen. Meine Texte sollen auch dieses Lebensgefühl der Kinder widerspiegeln. Dabei fließen ebenfalls aktuelle Themen wie Handymania, Integration und Toleranz mit ein. Zusätzlich ist es mir auch ein Anliegen, Lebensfreude zu vermitteln, den Kindern Mut zu machen und ihnen Trostpflaster zu spenden. Allem voran möchte ich jedoch die Magie des Alltags einfangen und spannende Märchen der Gegenwart schreiben. Auch das Spiel mit der Sprache darf jedoch nicht zu kurz kommen - das ist mir ein besonders zentrales Bedürfnis. Es gibt auch Figuren, die in meinen Texten immer wiederkehren, wie zum Beispiel Geschwisterpositionen, im Speziellen Zwillinge, wie ich sie als Mutter von eineiigen Zwillingstöchtern selbst kennenlernte, oder die Großeltern, im Besonderen die liebevolle Opa-Figur aus meiner eigenen Familie.

Meinen Sie, dass Geschichten die Wirklichkeit beeinflussen und ändern können?

Geschichten können durchaus Lösungsmöglichkeiten für Probleme des Lesers bieten und Veränderungen bei ihm bewirken - schon allein, indem sie den Blick auf Ereignisse verändern. Wer hat nach dem Lesen eines Romans nicht schon das Leben mit anderen Augen gesehen?

Wie fühlen Sie sich, während Sie an einem neuen Buch arbeiten?

Beflügelt und voller Elan. Wenn sich meine Geschichten täglich weiter entwickeln und die Figuren zu vollem Leben erwachen, lebe ich mich total in die von mir geschaffenen Welten hinein. Manchmal fliegen mir die Ideen im Schlaf richtiggehend zu und beim Aufwachen schwirren sie mir alle im Kopf herum. Das kann dann und wann auch stressig sein, da ich mich im Laufe einer Nacht voller Energydrinks und Fruchtgummis erst nach vielfachem Überarbeiten für eine endgültige Version entscheiden kann, die für meine jugendlichen Leser gut genug ist.

Welchen Stellenwert hat Humor für Sie?

Ganz klar, dass ein Buch die Kinder auch zum Lachen bringen soll. Das kommt ganz ihrem Spaßbedürfnis entgegen. Außerdem hilft Humor ja neben einem Schuss Magie und Skurrilität meinen Figuren dabei, Probleme zu bewältigen. Amüsieren sich meine Zuhörer bei meinen Lesungen, lacht mir bei jedem Kinderlacher auch selbst das Herz. Wichtig ist mir im Übrigen auch, dass meine Leser Sprache als etwas Lustiges und Kreatives erleben und vielleicht selbst zu sprachspielerischen Experimenten ermutigt werden.

Wären Sie nicht Autorin, welcher Beruf wäre für Sie vorstellbar?

Da ich sehr gerne reise, wäre ich vielleicht Weltenbummlerin, Managerin eines Strandhotels oder von Leichtathletik-Meetings - immerhin reichte es als Sprinterin und Hürdenläuferin zu einigen Meistertiteln -, vielleicht auch Mayaforscherin in Mexiko, wo ich lange gelebt habe. Filmemacherin ist auch ein Beruf, der mir gefallen könnte… für eine Klavierspielerin in einer Oldie-Band bin ich bei weitem nicht gut genug, deshalb gebe ich mich auch weiterhin vollauf mit meinen Auftritten auf diversen Lesebühnen zufrieden.

Buchkarte (198 KB)

FIESTA IM Metroschacht MS 77

Rezension des 4. Romans
Wiener Zeitung, 09.05.2014

http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/bildung/buechertipps/628933_Ungleiche-Freunde.html

Leseprobe

FIESTA IM METROSCHACHT MS 77 

1. KAPITEL
PAJO-CHICLYS KAUGUMMIPYRAMIDE

Müde und abgespannt hockt Pajo auf einem Stoß alter Comic-Hefte. In der Nähe des Zentrums von Mexico City. Vor einer der fast 200 U-Bahnstationen. Direkt neben der Rolltreppe, auf der die Fahrgäste der Metro - wie die U-Bahn hier heißt - zu Hunderttausenden täglich aus dem unterirdischen Labyrinth an die Oberfläche der Metropole befördert werden. Einer nach dem anderen. Selbst auf der Rolltreppe und den Treppen der Ausgänge noch dicht gedrängt.
Obwohl nur alle zwei bis drei Minuten ein Metrozug ankommt, scheint der Menschenstrom den ganzen Tag lang bis Mitternacht nicht abzureißen. Wie ein farbenfroher Endlos-Bandwurm, der sich aus der Tiefe der Erde hinauf  in das Tageslicht schlängelt.
Oben angekommen nichts als Straßenlärm und Geschrei.
Brüllen, plaudern, schreien, reden, rufen, streiten, schimpfen, feilschen, kichern, lästern, lachen,
plärren … Die Stimmen und der Lärm einer Megacity.
Polizeisirenen.
Hupkonzerte.
Abgase und Schwüle.
Häuser und Hundedreck.
Das waren die Eindrücke der Stadt.
Chaos.
Hektik.
Menschen. 
Millionen von Menschen. Im Durchschnitt vier Millionen Fahrgäste in der U-Bahn Mexiko-Stadt.
Mexiko hält eben nie inne. 
Mexiko hält nirgendwo inne.
In dieser Stadt hält gar nichts inne: Keine Rolltreppe. Keine Menschenschlange. Und die Massen von Fahrgästen an Pajos U-Bahnstation auch nicht. 

Jeder muss an Pajo und dessen Kaugummipyramide vorbei.
Die ist lange nicht so berühmt wie die Sonnen- und Mondpyramide der Ruinenstadt Teotihuacán in der Nähe der Stadt und schon gar nicht wie die auf der Halbinsel Yucatán im Osten des Landes. Und erst recht nicht so hoch! Dafür ist Pajos Pyramide aber schön bunt. In den Farben der Kaugummipackungen: Gelb, rot, grün, blau, rosa.
Auf jeden Fall muss jeder, der die Station hier verlässt, daran vorbei. 
Ob er will oder nicht.
Ob er hinsieht oder nicht ist eine andere Frage.
Pajo ist jedenfalls nicht zu übersehen. Er hat sich nicht umsonst in bester Verkaufslage platziert: Als erster beim Ausgang einer der belebtesten Metroausgänge der Stadt.
Stundenlang sitzt Pajo schon hier.

Werkliste

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