Hans-Jürgen Böhm

Haunspergstraße 39
5020 Salzburg
m: +43 / (0)676 / 5244024
hans_boehm@gmx.at
http://www.hjboehm.at
 

Lebenslauf

Geboren: 17. Juni 1969

Ausbildung zum Bürokaufmann und Studium der Betriebswirtschaft in Linz und Fribourg (Schweiz)
Sprachkenntnisse: Deutsch, Französisch, Englisch, Russisch, Spanisch
Verlagsmitarbeiter, Fachbuchautor, Investmentconsulter
Spieleerfinder
Vortragstätigkeit im Bereich der Leseförderung

Seit 2007 Kinder- und Jugendbuchautor

Honorare

€ 440,- für einen Vormittag (vier Einheiten)
+ Fahrtkosten

Interview

Was bedeutet für Sie LESEN?
Informationsbeschaffung, Unterhaltung und Spannung.

Was bedeutet für Sie SCHREIBEN?
Meine Gedanken zu Papier bringen, den Leser unterhalten und etwas Lehrreiches vermitteln.

Warum schreiben Sie gerade für Kinder und Jugendliche?
Weil es mir wichtig, Kinder zu unterhalten und ihnen etwas Lehrreiches zu vermitteln.

Wie wichtig ist Ihnen beim Schreiben der/die Adressat/in (der/die unbekannte Leser/in)?
Sehr, da sie neben dem Unterhaltungsfaktor auch noch etwas dabei lernen sollen.

Gibt es Themen, die Sie nicht loslassen, die Sie schon öfters in Ihren Texten angegangen sind?
Ja, wie z. B. Ausländerfeindlichkeit, das Erwachsenwerden, Rechte und Pflichten für jeden Menschen.

Meinen Sie, dass Geschichten die Wirklichkeit beeinflussen und ändern können?
Ja, denn in der Wirklichkeit ereignen sich laufend Geschichten, aus denen man fürs Leben lernen kann und umgekehrt.

Wie fühlen Sie sich, wenn Sie an einem neuen Buch arbeiten?
Je nach Thema angespannt, voll konzentriert auf das Thema und neugierig, was daraus wird.

Welchen Stellenwert hat Humor für Sie?
Einen sehr, sehr großen, denn mit Humor geht vieles (bzw. alles) im Leben leichter.

Wären Sie nicht Autor, welcher Beruf wäre für Sie vorstellbar?
In einer Buchhandlung arbeiten, was ich zur Zeit auch nebenbei mache.

Leseprobe

"Direktor Moser und die Schulgans
(Ratekrimi 7)

Richards Klasse war wirklich arm. Sie hatte Direktor Moser in Deutsch und der war furchtbar streng. Wer zu spät kam - und war es auch nur eine Minute - bekam eine Strafaufgabe. Wer in der Stunde schwätzte, musste nachsitzen! Wer in der Pause die Klasse verließ, erhielt ein Minus. Nein, die 2A hatte es wahrlich nicht leicht. Nach einer besonders katastrophalen Schularbeit beschloss einer der Schüler, das Problem auf seine Art zu lösen.
Wenn man den Herrn Direktor schon nicht loswurde, so konnte man ihm wenigstens einen Streich spielen. Am Nachmittag desselben Tages gab es in der Schule ein gewaltiges Hallo. Direktor Moser hatte eben sein Büro betreten, als er lautes Geschnatter vernahm. Es stammte weder von seiner geschwätzigen Sekretärin noch von anderen Lehrern, die hinter seinem Rücken tuschelten. Nein! Eine Gans, eine leibhaftige, echte Gans hatte sich in die Direktion verirrt und es sich auf dem Schreibtisch des Direktors gemütlich gemacht! Dort lag sie und knabberte an einer dicken, grünen Aktenmappe. Direktor Moser blieb der Mund offen stehen.
`Wenn ich den erwische ...´, knurrte er. `Leuchtner, Gruber! Helfen Sie mir! Schnappen Sie die Gans!´
Leuchtner und Gruber, zwei Religionslehrer, versuchten das Tier einzufangen. Das erwies sich als äußerst schwierig, denn die Gans wollte sich nicht fangen lassen. Sie flatterte laut schnatternd durch das Direktionszimmer und hackte nach jeder Hand, die ihr zu nahe kam. Als Professor Leuchtner sie endlich in eine Ecke getrieben hatte, flog sie plötzlich auf und ließ ein Häufchen Gänsegrütze fallen. Mitten auf Herrn Leuchtners Schuhspitze. Was für eine unanständige Gans, die nicht einmal vor Religionslehrern Respekt hatte!
Direktor Moser stand an der Türschwelle und beobachtete seine gänsejagenden Lehrer kopfschüttelnd. Wie ungeschickt sie sich anstellten.
Auf einmal bemerkte der Direktor eine kleine Gestalt, die sich hinter einem selbst gebastelten Kunstwerk aus Pappe gegenüber der Direktion versteckt hatte. Als die Gestalt sah, dass sie entdeckt worden war, drehte sie sich um und flitzte den Flur entlang auf die Ausgangstüre zu.
`Gruber, verfolgen Sie das Kind!´, befahl Direktor Moser.
Das war leichter gesagt, als getan. Der Bub - denn um einen solchen handelte es sich - war flink wie ein Wiesel. Und der rundliche Herr Gruber war keineswegs dafür gebaut, sportliche Höchstleistungen zu erbringen. Der junge Mann jagte den Religionslehrer durch den Schulhof.
Professor Gruber sah gerade noch, wie der Flüchtling hinter den Mülleimern untertauchte."

(aus: Anschlag auf den Tortenkönig, Seite 90)

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