Tina Nagel

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Lebenslauf

1977 geboren, wuchs ich im Rheinland auf und studierte an der Fachhochschule Trier Grafik-Design. Dort entdeckte ich, dass sich meine Liebe zum Malen, für Bücher und Papier sehr gut verbinden lässt und beschloss, Illustratorin zu werden. 2004 erwarb ich mein Diplom im Fach Buchgestaltung und Illustration.
Nicht viel später zog ich nach Berlin, um mir meine Phobie vor Großstädten abzugewöhnen.
Seitdem arbeite ich als freischaffende Illustratorin vorwiegend für Kinderbuchverlage, aber auch für den Schulbuchbereich.

Interview

Was bedeutet für Sie LESEN?

Erschließen und erkunden fremder Welten und Erfahrungen, Reisen, Weg-sein, Abenteuer, Inspiration, Öffnen eigener bislang unbekannter Räume

Was bedeutet für Sie ILLUSTRIEREN?

Die Begegnung mit einer anderen Wirklichkeit, die ich schaffen möchte, die aber bereits existiert. Ein Drahtseilakt, der mich, wenn er gelingt, das gleiche spüren lässt wie beim Lesen. Verbunden mit der Ausübung der Technik ist Illustrieren aber auch Meditation (solange ich nicht vom Drahtseil falle).

Warum zeichnen Sie gerade für Kinder und Jugendliche?

Weil Kindersichtweisen oft viel interessanter und spannender sind als die von Erwachsenen. Allerdings gibt es auch eine intuitiv assoziative Bildwelt, die vielleicht nur Erwachsene anspricht, mit der ich mich auch sehr gerne beschäftige. Ich zeichne ja nicht nur für Kinder und Jugendliche.

Wie wichtig ist Ihnen beim Illustrieren der/die Adressat/in (der/die unbekannte Leser/in)?

Eigentlich nicht so wichtig. Was ich zeichne und was Kinder oder Erwachsene, je nachdem, für wen es denn bestimmt ist, anspricht, kann,so finde ich, nur deshalb ansprechend sein, weil ich zuvor mit dem Gezeichneten alleine war, und nicht an den Adressaten gedacht habe.

Gibt es Themen, die Sie nicht loslassen, die Sie schon öfters in Ihren Illustrationen angegangen sind?

Emotionen als solche, vor allem Aggression, Ungerechtigkeiten und eine ganze Palette weltverbesserischer Ideen.

Meinen Sie, dass Geschichten die Wirklichkeit beeinflussen und ändern können?

Die Wahrnehmung desjenigen, der sich gerade von dieser Geschichte tief berührt fühlt, ganz sicher. Und meist schlägt diese Wellen.

Wie fühlen Sie sich, während Sie an einem neuen Buch arbeiten?

Nervös. Das bin ich wohl, denn ich kann mich dann beim Haareraufen beobachten, während ich den Eingang suche. Sobald ich dann aber in der Geschichte und in der Bildwelt stecke, bin ich glücklich.

Welchen Stellenwert hat Humor für Sie?

Einen hohen! Und je höher desto besser.

Wären Sie nicht Illustratorin, welcher Beruf wäre für Sie vorstellbar?

Ich bin ja nicht nur Illustratorin sondern auch Grafikerin. Aber hätten mir meine Eltern nicht schon im Krabbelalter einen Malblock vor die Füße gelegt, könnte ich mir auch vorstellen Gärtnerin zu sein oder Landschaftsarchitektin, Gewässerbiologin, Köchin, Reiseleiterin, Forscherin auf unterschiedlichsten Bereichen ...., eigentlich ist vieles vorstellbar! Deshalb bin ich auch am liebsten Illustratorin.

Werkliste

"Der Schwarze Kater" nach Edgar Allan Poe (Diplomarbeit)

Bunte Lesekiste - Schulbuch

Einmal Norpol und zurück, Gedichte von Guido König (Projekt)

Bildgalerie