Iris Lemanczyk

Falbenhennenstraße 13
70180 Stuttgart
t: +4915208462005
m: +49711-2200555
Iris.Lemanczyk@t-online.de
www.IrisLemanczyk.de
 

Lebenslauf

Iris Lemanczyk lebt in Stuttgart (D). Nach dem Studium reiste sie um die Welt,

bevor sie einige Jahre als Zeitungsredakteurin arbeitete.
Doch die Ferne lockte immer wieder und so folgten Aufenthalte u.a. in Namibia,
Georgien, Indien, Kambodscha, Iran und eine Stippvisite beim Zirkus.

Die Autorin schreibt Kinder- und Jugendbücher, die auf Tatsachen beruhen
und oft in anderen Ländern angesiedelt sind.
Dadurch ist die begeisterte Wüstenwanderin, Lagerfeuersitzerin und Hängemattenliegerin weiterhin viel unterwegs.
Daheim freut sie sich über Kirschen und Äpfel auf ihrer Obstbaumwiese.  

Auszeichnungen:

  1. Nominierung für Thaddäus-Troll-Preis
  2. Writer in Residence, Rhodos
  3. Stadtschreiberin in Rottweil
  4. Stipendium des Landes Baden-Württemberg
  5. Recherchestipendien des Auswärtigen Amtes

Honorare

250 € für eine Einzelveranstaltung,
bei mehreren pro Tag wird's günstiger

Öffentliche Lesung nach Vereinbarung

450 € für 4 Stunden Schreibwerkstatt

Fahrt- und Übernachtungsspesen

Interview

Was bedeutet für Sie LESEN?
Reisen. Reisen in andere Welten. Reisen zu anderen Biografien und Charakteren.

Was bedeutet für Sie SCHREIBEN?
Auch Reisen. Zum einen richtiges Reisen, um vor Ort zu recherchieren, zum anderen Reisen mit meinen Protagonistinnen und Protagonisten, in dem ich sie auf ihrem Weg begleite.           

Warum schreiben sie gerade für Kinder und Jugendliche?
Ich schreibe für alle. Für Kinder und Jugendliche und für Erwachsene.              

Wie wichtig ist Ihnen beim Schreiben der Adressat?
Beim Schreiben für Kinder achte ich schon darauf, dass es altersgerecht ist.
Das überprüfe ich dann auch mit Testleserinnen und Testlesern. Bei Jugendlichen und Erwachsenen ist der Übergang fließend. So habe ich "Brennnessel Haut" als Jugendbuch angedacht, nun ist daraus ein all-age-Buch geworden.

Gibt es Themen, die Sie nicht loslassen, die sie schon öfters in Ihren Texten angegangen sind?
Das sind Themen zu Minderheiten, Flucht, Migration, aber auch das Leben in anderen Ländern und Kulturen.

Meinen Sie, dass Geschichten die Wirklichkeit beeinflussen und ändern können?
In einer Lesung aus meinem Buch "Das verlorene Land" war ein Mädchen völlig fasziniert. Es geht in dem Buch um Tibet. Das Mädchen und ich hielten Kontakt. Nach der Schule ging sie für eine NGO nach Tibet.     

Wie fühlen Sie sich, wenn Sie an einem neuen Buch arbeiten?
Ähnlich wie am Beginn einer Reise. Man kennt sich noch nicht so aus, ist aber neugierig, schaut sich alles genau an, schnuppert mal in die eine, mal in die andere Richtung und freut sich auf Entdeckungen.

Welchen Stellenwert hat Humor für Sie?
"Verloren ist, wer den Humor verlor." (Otto Julius Bierbaum)

Wären Sie nicht Autorin, welcher Beruf wäre für Sie vorstellbar?
Ich wollte als Kind und Jugendliche immer Skilehrerin werden. Bin es auch geworden und habe damit mein Studium finanziert.                 

Leseprobe 1

"In der Scheune roch es nach fauligen Äpfeln. Zu den Äpfeln kam der Geruch von lehmiger Erde und Kartoffeln. Für die Buben duftete es nach Heimat. Im Schneidersitz setzten sie sich auf die rauen, leeren Kartoffelsäcke. Heiner sog die Luft ein, dann presste er hervor: "Wir ziehen um. Nach Tuttlingen.
Ich will da aber nicht hin. Ich will bei dir bleiben."

Kajetans Kopf weigerte sich, die Vorstellung aufzunehmen, dass sein bester Freund nicht mehr mit ihm die Tage verbringen sollte. Auf einmal fühlte er sich so miserabel, als würde es nie wieder Weihnachten geben. Beide wollten die Nähe des anderen spüre. Sie legten sich eng nebeneinander auf die kratzenden Säcke.
Zwei Körper aneinandergeschmiegt, die sich unter Tränen schüttelten."

(Aus: Brennnessel Haut. Eine wahre Geschichte. Horlemann Verlag, ab 12 Jahre)

Leseprobe 2

Fritzi ist schon wieder untergetaucht. Sie liebt es, vom Seeboden aus die Sonnenstrahlen im Wasser zu sehen. Es sieht friedlich aus, aber auch ein bisschen geheimnisvoll. Da gleitet etwas an ihrem Bein entlang, das sich eklig anfühlt. Eine Qualle! Da ist sie sich sicher. Denn Quallen kennt sie vom letzten Urlaub,
da war sogar der Strand wegen Quallen gesperrt. Sie bekommt Angst und schluckt Wasser.
Schnell taucht sie auf. Und hustet und prustet und japst. Als sie wieder genügend Luft hat, ruft sie:
"Vorsicht! Quallen!"

"Quallen? Quatsch!", meint Opa Willi von seinem Klappstuhl aus. "Hier gibt's keine Quallen."

"Aber…" Ehe Fritzi weiterreden kann, taucht Oma Walli auf und hält eine durchsichtige Plastiktüte in der Hand. "Hast du die Tüte gespürt?", fragt Oma Walli.

"Und wie! Die ist mindestens so schlimm wie eine Qualle", meint Fritzi sehr erleichtert, dass es nur eine Plastiktüte ist.

"Ganz schön viel Müll in unserem schönen Badsee", meint Oma Walli nachdenklich beim Picknick mit Apfelkuchen und Eistee.

(Aus: Fritzi, Sasi und der Plastik-Planet. Horlemann Verlag, ab 6 Jahre - erscheint im Herbst 2021)

BÜCHER

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Informationen zur Autorin: http://www.IrisLemanczyk.de

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